Viasit ist jetzt EMAS-zertifiziert und Mitglied im saarländischen Umweltpakt

Unter dem Stichwort "Verantwortung übernehmen" hat Viasit eine Reihe von internen Initiativen für Gesundheit, Umwelt und soziale Belange gestartet. Dazu gehören unter anderem die Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" sowie ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001. Nun folgte der nächste Schritt mit der freiwilligen EMAS-Zertifizierung des Umweltmanagementsystems.

Vorbild sein

EMAS ist deutlich strenger als die bekannte Norm ISO 14001, denn EMAS umfasst auch klar bezifferte Umweltziele, die zu erreichen sich unser Unternehmen verpflichtet, um beispielsweise die Verbräuche von Energie, Verpackungsmaterialien und bestimmten Ressourcen zu senken.

Diese Ziele sind in unserer Umwelterklärung detailliert beschrieben und öffentlich zugänglich, ihre Erfüllung wird von einem staatlich geprüften Umweltgutachter in regelmäßigen Audits überprüft. Bei Viasit beziehen sich diese Umweltziele vor allem auf den Verbrauch von Verpackungsmaterialien, Materialverbräuche in der Produktion sowie den Anteil an erneuerbaren Energien.

Viasit hat eine weiße Weste

Verglichen mit anderen Unternehmen der Branche sind die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt bei Viasit eher gering. Obwohl das Betriebsgelände auf dem ehemaligen Hüttengelände in unmittelbarer Nähe der Neunkircher Innenstadt und im Naturschutzzweckverband "Landschaft der Industriekultur" (LIK) angesiedelt ist, gab und gibt es keine Bedenken oder Beschwerden wegen Lärm- oder sonstiger Umweltbelastungen. Der Verbrauch an Wasser, Heizenergie und Strom bei dem 130-Mitarbeiter-Unternehmen ist nicht höher als bei einer Wohnsiedlung mit entsprechend vielen Einwohnern.

Grund dafür ist - neben dem hohen Stellenwert, den der Umweltschutz bei Viasit schon immer eingenommen hat - auch die relativ geringe Fertigungstiefe bei Viasit. Ein großer Teil der Wertschöpfung findet bei Zulieferern statt, die sich ebenso wie Viasit regelmäßigen strengen Umweltprüfungen unterwerfen.

Der weitaus größte Teil der Komponenten und Rohmaterialien, die bei Viasit in die Produktion einfließen, stammen von europäischen Zulieferern, was die Kontrolle der Umweltauswirkungen erleichtert und natürlich für kurze Wege sorgt. Dennoch gibt es auch bei Viasit noch Verbesserungspotenziale, die in unserer Umwelterklärung festgeschrieben sind.

Was ist EMAS genau?

EMAS steht für "Eco-Management and Audit Scheme, zu Deutsch: "Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung". EMAS steht in der EU unter der Kontrolle der jeweiligen Mitgliedsstaaten.

EMAS ist ein von den Europäischen Gemeinschaften 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Der Aufbau eines Umweltmanagementsystems und die Abläufe entsprechen auch bei EMAS der ISO 14001. EMAS geht jedoch über ein reines Managementsystem hinaus.

EMAS ist leistungsorientiert: Das Unternehmen verpflichtet sich, seine Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus kontinuierlich zu verbessern. Dabei werden die Mitarbeiter/innen mit einbezogen und für Umweltfragen in der täglichen Arbeit sensibilisiert. Das Umweltmanagement soll von allen "gelebt" werden und nicht in Form ungelesener Handbücher im Schrank verstauben.

Durch EMAs wird das Unternehmen verpflichtet, regelmäßig eine Umwelterklärung zu erstellen. Darin werden alle umweltrelevanten Tätigkeiten, Ressourcen- und Energieverbräuche, Emissionen, anfallende Abfälle usw. veröffentlicht.

Dass die Zahlen wahrheitsgemäß wiedergegeben werden, wird durch eine regelmäßige Umweltbetriebsprüfung durch einen unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter sichergestellt. Diese Prüfung findet jährlich durch ein Überwachungsaudit statt, alle drei Jahre erfolgt eine Rezertifizierung. Die Umwelterklärung wird jährlich aktualisiert und veröffentlicht.

Viasit wird die nächste EMAS-Rezertifizierung 2020 durchführen.

EMAS-Umwelterklärung 2017

 

 

 

IHK-Geschäftsführer Dr. Heino Klingen und der Staatssekretär im Umweltministerium Roland Krämer überreichten am 18. Oktober 2017 die EMAS-Urkunde an die Viasit-Geschäftsführer Werner und Thomas Schmeer. Viasit nahm die EMAS-Zertifizierung zum Anlass, auch dem Umweltpakt Saarland beizutreten.